Konzert in der Kirche 1. April 2017

Von Mettenberg über Irland nach Afrika

 

Beim Konzert des Musikvereins Mettenberg in der Kirche St. Josef in Birkendorf haben die zahlreichen Besucher ein abwechslungsreiches Musikprogramm geboten bekommen.

Statt des Eintrittsgeldes wurde um Spenden für die Caritas International Hungernothilfe Südsudan gebeten. Hierbei kamen 1180 Euro zusammen.

 

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Eröffnet wurde der Abend vom Jugendorchester unter der Leitung von Stefan Schlanser. Die jungen Musiker gefielen durch gutes Zusammenspiel und schöne Klangfülle. Zu Beginn erklang die „Triton Fanfare“. Anschließend entführten die Jungmusiker die Zuhörer mit der „Yorkshire Ballad“ nach England. Nach „Fantâsia“ folgte Michael Jacksons Stück „We are the World“. Die beiden Ansagerinnen der Jugendkapelle, Soraya Hauschild und Emilia Wolff, erinnerten daran, dass dieses Stück die Hymne des Mega-Pop-Projekts „USA for Africa“ war, dessen Erlös der Hungerhilfe in Äthiopien zugutekam. Sie zogen Parallelen zum Spendenzweck des Musikvereins.

Den zweiten Teil des Konzertabends gestaltete das Blasorchester unter der Leitung von Thomas Buse. Wer das erste Stück „Crossbreed“ nicht kannte, erlebte gleich zu Beginn eine Überraschung, denn hinter diesem Titel verbarg sich das bekannte Kirchenlied „Segne du Maria“, welches am Anfang in einem vierstimmigen Bläsersatz erklang. Die Solisten Alexander Holz und Markus Buck an der Trompete sowie Helmut Dorn und Philipp Müller an der Posaune spielten dabei von der Empore, was ein besonderes Klangerlebnis bot. Im Verlauf des Stückes klang das Marienlied immer wieder an. Die bläserische Verklanglichung einer Kirchenorgel, mit der das Stück endet, gelang den Musikern bravourös. Als nächstes folgte das eindrucksvolle Werk „Dance with the Devil“ (Der Tanz mit dem Teufel). Es handelt von einem Dorf, welches immer wieder vom Teufel heimgesucht wird und das erst Ruhe findet, als eine Kirche gebaut wird. Fulminante Passagen wechselten mit gesanglichen Melodien. Besonders die ausdrucksvollen Solostellen einzelner Instrumente gefielen.

Besinnlich wurde es im Anschluss. Markus Buck begeisterte mit einem gefühlvollem Trompetensolo beim Stück „Ave Maria“. Gekonnt meisterte er die großen Melodiebögen, die einen langen Atem erforderten. Tullamore ist ein kleines Dorf in Irland, dem Land, das stets an wunderschöne Landschaften und gut gereiften Whisky denken lässt. Mit Hilfe des eindrucksvollen Stücks „Lord Tullamore“ vermittelte das Orchester den Zuhörern diese Bilder. Für Thomas Buse und seine Musiker war das Konzert quasi die Generalprobe fürs Wertungsspiel beim diesjährigen Kreismusikfest, denn mit diesem Stück werden sie sich dort der Jury stellen.

Martina Schuler und Susanne Holz, die humorvoll und unterhaltsam durchs Programm führten, kündigten das letzte Stück an. Nichts sei so sicher, wie das Amen in der Kirche und darum präsentierte das Orchester ein musikalisches „Amen“.

Im Musikverein Mettenberg ist es mittlerweile eine schöne Tradition, dass das Schlussstück von beiden Orchestern zusammen gespielt wird. Mit „1958“ setzten die Mettenberger Musiker einen fetzigen Schlusspunkt unter einen gelungenen Konzertabend, für den sie viel Applaus vom begeisterten Publikum erhielten.

Es waren zahlreiche  positive Stimmen zu hören, so lobten viele Besucher die abwechslungsreiche Stückauswahl und die hervorragende musikalische Umsetzung.

 

Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 11.04.2017

 

 

 

 

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